Frühlingssalat mit Essig und Öl, Salz und Pfeffer und etwas Senf
Frühlingssalat mit Essig und Öl, Salz und Pfeffer, etwas Senf und Ziegenkäse als Beigabe

Im Sinne der Fünf Wandlungsphasen zählt zu der jetzt anbrechenden Holz-Phase der saure Geschmack. Heißt das, dass Sie jetzt vor allem „Saures“ essen sollen? Ja und Nein.

Frühling und Holz stehen für Aufbruch. Die Holz- Energie ist nach oben gerichtet und verbreitet sich. Das entspricht eher dem scharfen Geschmack.

Der saure Geschmack macht genau das Gegenteil: zieht zusammen, hält die Körpersäfte im Inneren. Er wäre dann gut, wenn unsere Holz-Energie über das Ziel hinausschießt, in Hektik und Aktivismus übergeht. In kleinen Mengen stärkt er die Leber (z.B. einige Tropfen Zitronensaft über gekochtes Gemüse oder zum Blattsalat), und das nicht nur im Frühling. Viele wirklich saure Sachen gibt es im Moment sowieso nicht. Jedenfalls nicht frisch. Nur der Sauerampfer wäre hier zu nennen, mit dem sich ab und zu ein Süppchen bereiten ließe.

Dass das Saure in kleinen Mengen die Arbeit der Leber unterstützt, wissen sogar die Food-Designer von MacDonald und lassen auf den Hamburger eine saure Gurkenscheibe legen. Das Saure hilft eben, die Verdaulichkeit insbesondere fetter Speisen zu verbessern.

Um der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken, sollten unsere Speisen eher das Yang stärken und die Zirkulation anregen, statt sie zu erschweren. Also: Eintöpfe, Bratkartoffeln und Fleischbraten adé. Leicht Verdauliches ist angesagt, das weder Leber und Gallenblase belastet noch schwer im Magen liegt. Dem Gebratenem sollten Sie Gekochtes und Gedünstetes vorziehen, aber auch Blattsalate in Kombination mit Gekochtem sind dem Frühling an- gemessen. Um aus uns heraus zu kommen, würzen Sie ruhig schon mal etwas schärfer. Das macht die Energie durchgängig und entspricht der Aufbruchstimmung.
Guten Appetit!

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